Ars Electronica
 
 
 

Prix Ars Electronica
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Prix-Jury

 
 
Veranstalter
ORF Oberösterreich

Statement der Jury für Interaktive Kunst


Die Jury für Interaktive Kunst entschied sich, eine Ehren-Nica an Tim Berners-Lee von CERN für die originellen technischen Entwicklungen, die zum World Wide Web führten, zu vergeben.

Dieses Jahr teilten die Verantwortlichen des Prix Ars Electronica den Bereich der interaktiven Medien in zwei Kategorien: in eine für interaktive Kunst und eine für das World Wide Web.

Die Jury für Interaktive Kunst wollte die Bedeutung der neuen künstlerischen Qualität in der interaktiven Telekommunikation, die das Web ermöglicht hat, besonders hervorheben. Diese technische Innovation führte bereits zu einer wahrhaft explosionsartigen Entwicklung von neuen Arten künstlerischen Schaffens im Bereich der interaktiven Telekommunikation und stellt einen neuen Höhepunkt in der Entwicklung der interaktiven Künste im allgemeinen dar.

Die Jury für Interaktive Kunst entschied sich, drei gleichwertige Auszeichnungen für interaktive Kunst zu vergeben; diese gehen an:

Michael Saup (D) für seine interaktive Performance "Binary Ballistic Ballet",
an William Seaman (AUS) für seine interaktive Videodiscinstallation "Passage Sets / One Pulls Pivots at the Tip of the Tongue" und
an Michael Tolson (USA) für seine interaktive Installation "Las Meninas" über ein Ökosystem künstlichen Lebens.

Die drei Auszeichnungen gehen an Arbeiten, die verschiedene Tendenzen aufzeigen und auf wichtige Richtungen in der Entwicklung der interaktiven Kunst hinweisen.

Die Jury für Interaktive Kunst entschied sich, drei gleichwertige Auszeichnungen für interaktive Kunst zu vergeben; diese gehen an
Michael Saup (D) für seine interaktive Performance "Binary Ballistic Ballet"; an
William Seaman (AUS) für seine interaktive Videodisc-Installation "Passage Sets / One Pulls Pivots at the Tip af the Tongue" und an
Michael Tolson (USA) für seine :nteraktive Installation "Las Meninas" über ein Ökosystem künstlichen Lebens.

Die drei Auszeichnungen jenen an Arbeiten, die verschiedene Tendenzen aufzeigen und auf wichtige Richtungen in der Entwicklung der interaktiven Kunst hinweisen.

Die Jury vergab außerdem zwölf Anerkennungen. Einige dieser Arbeiten verwenden Systeme der Virtuellen Realität, wie z. B. "Lautriv Chromagnon / Medusa" von Franz Fischnaller (I), "VR/RV" von Peter d'Agostino (USA) und "Is God Fiat / Is the Devil Curved?" von Maurice Benayoun (F). Es wird erwartet, daß diese Kategorie in Zukunft weiterentwickelt wird.

Einige Künstler verwenden künstliches Leben und genetische Algorithmensoftware. Diese sind (neben Michael Tolson) u. a. Mogens Jacobsen (DK) mit "The introov Machine", Ion McCormack (AUS) mit Turbulence", Peter Grucza (CDN) mit "Garden in the Machine". Eine Arbeit, die Software für Systeme des künstlichen Lebens verwendet, wurde letztes Jahr mit einer Nica ausgezeichnet ("A-Volve" von Christa Sommerer und Laurent Mignonneau), und auf diesem Gebiet herrscht nach wie vor rege künstlerische Forschungstätigkeit.

Anerkennungen wurden auch an Christian Möller (D) mit "Electro Clips" und an Mihoko Kosugi und Yasuhiko Ando 0) für "Izutu" und an Lynn Hershman (USA) für "America's Finest" vergeben. Diese Künstler gestalteten verschiedene Arten von interaktiven Installationen, die jene Richtung der künstlerischen Arbeit weiterverfolgen, die verschiedene Interfaces und Situationen erforscht.

Zwei Anerkennungen wurden für Arbeiten im Bereich der Telepräsenz vergeben. Diese gehen an Kirk Woolford (USA) für "Aurora on the Line" und an Rafael Lozano-Hemmer (E) für "The Trace". Obwohl viele Arbeiten, die Telepräsenz miteinbeziehen, sich jetzt des World Wide Webs bedienen, gingen diese Werke ungewöhnliche Wege, um entfernte Präsenz spürbar zu machen.

Obwohl viele Werke auf CD-ROM eingereicht wurden, wurde nur einem, nämlich "Bar-Min-Ski" von Webster Lewin (USA), eine Anerkennung zuerkannt. Viele CD-ROMs, die kommerzielle Spiele, Zeitschriften oder Bücher enthielten, wurden nicht berücksichtigt. Die Teilung des Wettbewerbs in die Kategorien "World Wide Web" und "Interaktive Kunst" macht eine neue Definition der Kategorie "Interaktive Kunst" erforderlich. Die Jury interessierte sich insbesondere für jene neuen Arbeiten, die erforschen, wie die Verbindung zwischen virtuellem und echtem Raum aussehen könnte, wie intelligente interaktive Systeme in die Umgebung, Architektur und in Installationen eingebettet werden können, um lebendige Interfaces für Einzel- und Gruppenbeteiligung bereitzustellen. Im allgemeinen ist die Kategorie der Arbeiten auf CD-ROM viel eher mit den Arbeiten, die jetzt online stattfinden, oder mit dem Bereich der künstlerischen Bücher verwandt. Die Jury war der Meinung, daß solche Werke, die hauptsächlich aus Sammlungen von Multimedia-Material auf CD-ROM bestehen, keine vorrangige Bedeutung für die Kategorie "Interaktive Kunst" im Rahmen des Wettbewerbs des Prix Ars Electronica haben.

 
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