Ars Electronica
 
 
 

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Prix1987
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Riverrun
Barry Truax


Für vier computer-synthestisierte Soundtracks

„ Riverrun " schafft ein Sound-Environment, in dem Ruhe und Bewegung, Statik und Fließen in dynamischer Ausgewogenheit koexistieren. Der Klang dieser Komposition basiert auf der kleinsten möglichen Klang-„Einheit", einem „ Tropfen", um zu größeren Strukturen und Massen zusammengesetzt zu werden.

Dieses Werk ist gänzlich in granular synthesis erstellt, das heißt, kleine Einheiten - „Körner" - des Klangs werden mit normalerweise hoher Dichte (100-2000 grains/Sekunde) produziert, wobei jede dieser Einheiten eine separat definierte Frequenz und Dauer hat. Das derzeit im PODX-System des Komponisten implementierte Modell erlaubt zwei verschiedene Arten von Synthese, einerseits die Zuordnung einer Wellen form zu jedem „Korn" andererseits eine einfache Frequenzmodulation. Sobald die grains alle ähnliche Parameter aufweisen, ist der resultierende Klang einheitlich („gestimmt") und einfach amplitudenmoduliert, wird jedoch eine Zufallsvariation in einem Parameter zugelassen, entsteht ein Breitband-Geräusch.
Alle Klänge in diesem Stück wurden mit dem DMX-100 Digital Signal Processor realtime generiert, mit einer Maximaldichte von 2375 grains/ Sekunde. Die meisten Klangschichten wurden in vier Stereoversionen simultan aufgezeichnet und später abgemischt. Besonders häufig wurden Rampentechniken bei der Definition der Parameter angewandt, d. h., bestimmte Parameter veränderten sich in einem bestimmten Verhältnis über die Zeit, wobei bisweilen mehrere Parameter gleichzeitig diesem Rampenprozeß mit verschiedener Steilheit unterworfen wurden.