Ars Electronica
 
 
 

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Prix1989
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Paris 1789
Xavier Nicolas


Der Film "Paris 1789" erzählt die ersten Tage der Revolution in Paris. Als Auftragswerk der "Tuileries 89" von ExMachina produziert, wird er ab Mai der Öffentlichkeit im Rahmen der Tuileries 89-Veranstaltungen gezeigt.

In den zehn Filmminuten wandert der Betrachter durch die Straßen von Paris, wie sie sich ihm vor 200 Jahren, am 16. Juli 1789, dargeboten hätten. Durch den Spiegel der Zeit werden die Szenen und Ereignisse besucht, von denen man erst im Laufe der nachfolgenden Geschichte bemerkte, wie bedeutungsvoll sie eigentlich sind.
Um uns mit dieser Zeitmaschine in die Vergangenheit zurückversetzen zu können und diese Augenblicke genau einzufangen, mußte ExMachina das Paris jener Epoche nachbilden - die Monumente, die Bauten, die Orte, die Ereignisse - und all das mit einem starken Augenmerk auf historische Genauigkeit.
Die Hauptherausforderung von "Paris 1789" war allerdings die enge Integration von zwei verschiedenen kinematographischen Techniken - computergenerierte Bilder (die Gebäude, Straßen, der Wagen, das Boot, der Ballon, aber auch Wasser, Dunst, Wolken) und handgezeichnete Animationsfiguren (Einwohner, Vögel, die Rosette, die Fahne).
Diese Allianz ließ den ersten historischen 3-D-Film entstehen.

Mit "Paris 1789" betreten die computergenerierten Bilder neues Territorium, dank der Erfahrung, die die beiden von ExMachina zusammengebrachten Teams bereits vorher in zahllosen Werken erworben hatten. Heute vermischen sich computergenerierte Bilder unmerklich mit anderen graphischen Techniken, und gehen weit über das hinaus, was wir von ihnen zu erwarten gewohnt waren, werden integrierter Bestandteil einer neuen kinematographischen Sprache und stellen sich damit zur Gänze in den Dienst der Geschichte, egal, in welchem Sinne das Wort gebraucht wird.
Xavier Nicolas, ExMachina, Frankreich