Ars Electronica
 
 
 

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Prix1989
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Xatys
Daniel Teruggi


Die Verschiedenheit der Saxophonfamilie bietet eine große Auswahl von Tonqualitäten an, was eine recht attraktive Situation für Klangtransformationen ergibt. Ein so machtvolles Transformationsinstrument wie Syter erlaubt verschiedenste Arten von Deformationen, Multiplikationen und Anreicherungen des Saxophonklanges. Beide Quellen werden dann vermischt und angereichert, was eine akusmatische Dimension zum Saxophon hinzufügt und Syter in ein Instrument verwandelt.

Es werden drei verschiedene Saxophone für das Werk eingesetzt: Bass, Sopran und Tenorsax. Zwei oder drei verschiedene Mikrophone pro Instrument nehmen die Klänge auf und geben sie an Syter weiter. Ein Graphikbildschirm, eine Maus und ein Keyboard ermöglichen die Steuerung verschiedener Transformationsinstrumente in Syter und geben die Information über das Acousmonium aus (ein Ensemble von bis zu hundert Lautsprechern, die manuell über Mischpult gesteuert werden). Das Acousmonium fügt den bearbeiteten Klängen die räumliche Dimension hinzu.
Daniel Kientzy ist einer der bedeutendsten Saxophonisten der Gegenwart. Er hat verschiedene Spielweisen für dieses Instrument entwickelt, und dabei die gesamte Saxophonfamilie erforscht. In den letzten Jahren hat er bei hundert neuen zeitgenössischen Saxophon-Kompositionen gespielt, die meisten waren ihm gewidmet.
Daniel Teruggi, Italien