Ars Electronica
 
 
 

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Prix1990
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Knickknack
John Lasseter


John Lasseter ist der Gewinner des Academy Award 1988 für die beste Kurzfilm-Animation für sein „Tin Toy", das somit die erste Computeranimation ist, die je einen Oscar erhalten hat. John Lasseter ist auch der einzige Künstler, der bisher zweimal eine Goldene Nica beim Prix Ars Electronica gewonnen hat — 1987 und 1988, beide Male in seiner Domäne Computeranimation. John Lasseter kam 1984 zu PIXAR, nachdem er fünf Jahre als Animator in den Walt Disney Studios tätig war, wo er an „The Fox and the Hound", „Mickey's Christmas Carol" und am „Wild Things Computer Animation Test" arbeitete.

1986 erhielt John Lasseter den „Raoul Servais Animation Award" für seine Animationsarbeiten beim Gent International Animation Festival in Belgien. Er führt seit 1979 den Titel eines Bachelor of Fine Arts aus Film des California Institute of the Arts. Am Cal Arts produzierte er auch zwei Animationen, „Lady and the Lamp" und „Nitemare", die 1979 und 1980 jeweils den Student Academy Award für Animation gewannen. John Lasseter hat auch einen Preis des Model Market in Whittier, Kalifornien, gewonnen, und zwar für seine Farbstift Zeichnung des „kopflosen Reitersmannes" (1962).

„Knickknack" ist eine Hommage an einen Stil in der Charakteranimation, der von den Computergrafik-Künstlern noch nicht erforscht wurde. Die Anwendung der Computergrafik verlangt nach einem anderen visuellen Stil als die traditionelle Animation, aber die Situationen und die Interaktion der Charaktere sollten dennoch nach den traditionellen Prinzipien und mit der grundlegenden Filmgrammatik geschaffen werden.

Anstatt neue Typen von Geometrie zu schaffen, die dem Filmdesign entsprächen, haben wir „Knickknack" so konzipiert, daß wir von dem Gebrauch machen konnten, was der Computer am besten kann. Wir haben Figuren geschaffen, die geometrisch recht simpel sind, aber dennoch visuell befriedigen. Die Geschichte wurde von den klassischen Storylines der Trickfilme inspiriert und zur Erzielung einer Übereinstimmung mit dem neuen, für Knickknack geschaffenen visuellen Stil etwas modernisiert.

Bevor ein Künstler ein Werk schaffen kann, das für das gewählte Medium einzigartig ist, muß er sein Arbeitsmedium durch und durch verstehen gelernt haben. In all unseren Filmen versuchen wir, etwas zu schaffen, das in keinem anderen filmischen Medium geschaffen werden kann.

Technischer Hintergrund

„Knickknack" wurde in stereoskopischem 3D produziert, um die Möglichkeiten der dreidimensionalen Computeranimation umfassend einzusetzen.

HW: Pixar Image Computer, Evans & Sutherland
SW: Render Man und andere von Pixar entwickelte Software