Ars Electronica
 
 
 

Back to:
vorherige Seite

Prix1990
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Sentinel #2
Don P. Miller


Don P. Miller wurde 1941 in St. Paul, Minnesota, USA, geboren. 1963 erwarb er den Bachelor of Fine Arts am Art Institute in Chicago, und 1965 graduierte er zum Master of Fine Arts an der Tulane University, New Orleans. Seit 1965 ist er am Art Department der University of Wisconsin in River Falls als Professor für Malerei, Zeichnung und Computergrafik tätig. Neben verschiedenen regionalen Ausstellungen nahm er an vielen internationalen Ausstellungen teil, wie der SIGGRAPH Art Show, Dallas 1990, der „Flux 90", „New Visions in Computer Art", Muskegon 1990, „For the Birds" im Wustrum Museum of Fine Arts, Racine 1990, „Computer Assisted Hardcopy-Crash", Beloit 1990.

Im großen und ganzen verwende ich in meinen Arbeiten den Computer eher als Werkzeug denn als Medium. Ich finde die visuelle Bearbeitungs- und Schnittfähigkeit der Hard- und Software aufregend, ihre Möglichkeiten scheinen grenzenlos zu sein. Die Möglichkeit, ein Bild durch Vergrößern, Ausdehnen, Drehen, Zusammenziehen, Verschieben und Verschmelzen mit anderen Bildern zu manipulieren — all das mit unglaublicher Effizienz — macht den Computer zu einem unschätzbaren Werkzeug.

Die menschliche Form als Mumie hat mich wegen ihrer historischen und geistigen Assoziationen immer fasziniert. Die stilisierte und essentielle Form des gebundenen Körpers dominiert in meinen Kompositionen. Eingeschlossenheit und Schutz, hervorgerufen durch die kokonartige Hülle, sind Eigenschaften, die ich in mein Werk zu integrieren versuche. Kalligraphische Elemente, die ihren Weg in meine Bilder finden, reflektieren mein Interesse an den visuell reichhaltigen Landkarten, Skalen und Diagrammen. Ich erwarte, daß diese symbolischen Gesten einen ritualähnlichen Sinn in meinen Darstellungen kundtun und vertiefen. Im allgemeinen besteht meine Bildwelt aus der Integration von organischen Formen, zumeist der menschlichen Gestalt, mit geometrischen Elementen, die mechanische oder maschinelle Bezüge haben. Die Spannung zwischen Gegensätzen ist in meiner Kunst zentrales Element.

Die technische Ausrüstung umfaßt einen Amiga-1000-Microcomputer (1,2 Megabyte RAM) mit einem hochauflösenden RGB-Monitor und einer Schwarzweiß-Videokamera. Die Videokamera und die Digitalisierungssoftware erlauben die Eingabe und ein Display von Videostandbildern. Ich verwende dann eine Kombination kommerzieller Standardsoftware-Pakete, um diese Bilder mit Editierroutinen zu verändern und grafische Elemente, wie Linien, Farben, Formen und Strukturen, hinzuzufügen. Die manipulierten Bilder bekommen irgendwann greifbare Form durch eine Hardcopy auf einem Xerox-C150-Tintenstrahldrucker.

Technischer Hintergrund

HW: Amiga 1000
SW: Digiview, Deluxe Paint II