Ars Electronica
 
 
 

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Prix1990
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Tür für Huxley
Ruth Schnell


Ruth Schnell, 1956 geboren in Feldkirch; 1976/77 Psychologie/Kunstgeschichte, Innsbruck; 1977—81 Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz; 1981—87 Hochschule für angewandte Kunst Wien (Meisterklasse Weibel); 1988 Diplom (interaktive Computer-Video-Installation), Meisterklasse Visuelle Mediengestaltung. Seit 1987 funktionelle Assistenz und Lehrauftrag für Video in der Meisterklasse Weibel, Hochschule für angewandte Kunst in Wien; zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen.

Seit 1984 arbeite ich mit Computern und benütze sie als Werkzeug, um Arbeiten auf dem Gebiet der elektronischen Medienkunst zu entwickeln. Mein vorwiegendes Interesse konzentrierte sich in den ersten Jahren auf die Computeranimation und die Computergrafik. Seit 1988 arbeite ich neben Videoskulpturen mit dem simulierten und animierten Raum im Realmaßstab. In diesem kontrolliert der Computer nicht nur Sensoren und steuert Programme, sondern gibt den Arbeiten als Grafik oder Animation in Realgröße der Objekte eine spezifische Ausdrucksform und ermöglicht die Schaffung eines virtuellen Raumes.

Technischer Hintergrund
R: Realtüre
P: Großbildprojektion (Rückpro)
S: Sensoren
T2: Computeranimierte Tür
C1: Kamera 1, Kamerabild wird in Ausschnitt C1' übertragen
C1': Kamerabild (Ausschnitt) von C1, sichtbar bei geöffneter Tür
vtr: Ausschnitt von Zuspiel-Videoband, digital überarbeitet
C2: Kamera 2
C2': S/W-Monitor mit Kamerabild von C2
I: Bild

Betritt der Betrachter des Werkes „Tür für Huxley“ die 1. Treppenstufe, schalten der Sensor 1 und der Sensor 2. Sensor 1 initiiert Animation – computeranimierte Tür öffnet sich und gibt Blick auf Kamerabild C1 frei. Sensor 2 schaltet Ton (Treppengeräusche und Realton) durch. Nach bestimmtem Zeitintervall geht die Animation rückwärts (Tür geht zu), Ton geht aus. Sensor muß neuerlich schalten.

P ist Computergrafik, außer den Türausschnitten. Vtr = Türausschnitt fix mit digital überarbeiteten Filmszenen. C1’ ist Türausschnitt, der nur bei geöffneter Tür (über Sensor) sichtbar ist. Hier wird das Realbild der Kamera 1 übertragen.