Ars Electronica
 
 
 

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Prix1993
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Echoes
Jolanta Makowska


Künstlerische Arbeit und Forschung sind keine Frage von Material oder Technik. Physikalische Realität und Materie sind bloß Grenzen für jene, die die Welt nicht denken können. In einem Zeitalter elektronischer Kommunikation und virtueller Welten kann eine Diskussion über die Natur des Lichts - ob ausgesandt oder empfangen - oder über die haptische Natur der Dinge nur mehr ein Rückzugsgefecht der ,arrière-garde' sein. Realität existiert nicht in unseren Händen, sondern in unseren Gehirnen. Und Bilder sind ein integraler Bestandteil unserer Realität, welchen Ursprung sie auch immer haben mag.
Malerei auf einem Untergrund aus Stein, Textil oder auf einem Bildschirm, mit Farbstäuben, mit Öl oder mit Pixels, sind nur Wege des Ausdrucks künstlerischer Sensibilität durch die Zeitalter hinweg. Was wichtig bleibt, ist die ,gestaltliche Prä-Figuration' im Bewußtsein des Künstlers, die üblicherweise der Same, gewissermaßen der genetische Code künstlerischer Arbeit ist. Das Erforschen der verschiedenen Techniken entspricht einer natürlichen Evolution der menschlichen Ausdruckskraft. Und die Integration der verschiedenen Techniken von der Malerei bis zur Holographie vervielfachen das Spektrum der Möglichkeiten.
Eine Frage bleibt allerdings: Macht eine simple technische Manipulation ein Kunstwerk aus? Ich glaube, solange Künstler die Technik zu Hilfe nehmen, um Probleme wie Lichtgebung , Farbspiel und Komposition zu lösen, sind wir auf dem richtigen Weg.