Ars Electronica
 
 
 

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Prix1991
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Elasto Fragmentoplast
Maurice Benayoun


Maurice Benayoun wurde 1957 in Mascara (Frankreich) geboren. Er ist Professor für Bildende Kunst an der Universität Paris I (Pantheon/Sorbonne). Forschungstätigkeit über Videokunst und Special Effects für das Centre National de Recherche Scientifique und für das Centre de Recherches Cinématographiques et Audiovisuelles. Seit vier Jahren private Arbeit mit 3D-Computergraphik und Animation.

,Elasto Fragmentoplast' ist der Pilotfilm zu einer Serie von 24 Filmen à zwei Minuten. Jeder stellt sich dar wie ein populärwissenschaftliches Programm. Ein Wissenschaftler berichtet aus dem Off über den Fortgang seiner Forschungsarbeit über die QUARXS.

Die QUARXS sind Lebewesen, die gegenüber den unveränderlichen Gesetzen der Natur indifferent sind. Der abweichende Aspekt ihres Bezuges zu Zeit, Raum und Materie macht sie zu außergewöhnlichen Wesen. Wir versuchen durch Beobachtungen und Experimente ihr Verhalten zu verstehen. Die Analyse solcher Kreaturen bedarf einer adäquaten visuellen Behandlung - einer Mischung aus Video, 2D/3D-Computergraphik.

Ich muß gestehen, mich fasziniert der Gedanke, einen virtuellen Raum zu bauen, der die physikalischen Gesetze durch ihre mathematische Anwendung ad absurdum führt - etwa die Entscheidung, daß ein Objekt nicht vom Licht getroffen wird, das den Rest der Szene beleuchtet. Einfach die Entscheidung, daß dieselbe Ursache verschiedene Effekte haben kann, z.B. ein Licht kann ein Objekt transparent machen. Der 3D-Raum ist ein Paradoxon, in dem der Ausdruck der Oberfläche der Welt aus dem Verständnis ihrer Grundprinzipien kommt. Materie ist im 3D-Raum keine Einschränkung, sondern das Substrat, durch das die Welt erscheint. Die einzige Gewohnheiten der Darstellung sind ihre Grenzen.

Technischer Hintergrund

HW: Compaq Desk Pro 486/33, System Pro 486/3
SW: Opium