Ars Electronica
 
 
 

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Prix1991
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Move-X
Eduard Oleschak


Eduard Oleschak wurde 1959 in Österreich geboren. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule Graz. Ab 1982 freiberufliche Mitarbeit an der Joanneum Reserach am Institut für Digitale Bildverarbeitung und Computergraphik. Seit 1985 führt er Regie bei Video-Clips und Spielfilmen. Seit 1986 studiert er an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Seit 1989 freie Mitarbeit und künstlerische Leitung der Softwarefirma Grintec.

Die Gestaltung von architektenfreundlichen Anwenderprogrammen führte zur Idee, ein attraktives Gestaltungsmedium zu entwerfen, das es ermöglicht, frei gestaltete Objekte in einer gefilmten Umgebung zu animieren. Die Idee, mehrere begreifbare Ebenen zu schaffen und dann mit der Wahrnehmbarkeit zu spielen, war noch zu wenig - ein völlig analoges Tonkonzept schwebte mir vor: Die kurze Geschichte des move-X, der sich in sehnsüchtigem Flug selbstentdeckt, ist ein Beispiel dafür, wie wir Animationen in freie Handkamera-Fahrt dermaßen hineinrechnen, daß eine völlig homogene Bildsprache entsteht, ein Vorhaben, das vormals nur über schwer zugängliche computerkontrollierte Camera-Units verwirklichbar war. Jetzt werden aus jedem Video-Halbbild sämtliche Kameraparameter, das heißt auch Objektivverzerrungen etc. zurückgerechnet. Die Tiefe über verschiedene Ebenen zeigt wieder die nur digital lösbaren Wirklichkeits- und Wahrnehmungssprünge, die an sich eine lange künstlerische Tradition haben.

Technischer Hintergrund

HW: LVR-Laser Disc, RGB-Direct to Disc Recording
SW: Eigenentwicklung von Grintec