Ars Electronica
 
 
 

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Prix1991
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Nose Wazoo
Jim Pallas


Jim Pallas graduierte 1963 zum Bachelor of Fine Arts und 1965 zum Master of Fine Arts an der Wayne State University, Detroit. Er ist seit 1965 Professor am Macomb Community College und war zuvor Koordinator für Visuelle Kunst und Museen des Michigan State Council for the Arts. Zahlreiche Ausstellungen, z.B. Computers and Art, Everson Museum, Syracuse, N.Y. 1987, gezeigt auch im Contemporary Art Center in Cincinnati und in der IBM Gallery of Science and Art in Manhattan 1988.

Der ,Nose Wazoo' ist eine fünf Fuß große elektronische Kreatur, die auf ihre Umgebung reagiert. Die Skulptur besteht aus drei Teilen: dem dreibeinigen Ständer, der den Kompressor und die Elektronik aufnimmt, dem Kardangelenk als Mittelteil, das auf der Basis drehbar gelagert ist und dessen Arme den dritten Teil halten, den Torso und den Kopf, die Preßlufttanks, Sensoren und zwei Pneumatikzylinder enthalten, welche für die Bewegung von Nase und Nacken eingesetzt werden.

Technischer Hintergrund

Ein installierter EPROM-Chip veranlaßt den ,Nose Wazoo', Interaktion mit dem Besucher anzustreben. Er wird aktiv und zeigt verschiedene Bewegungskombinationen, sobald sein Infrarot-Bewegungsdetektor durch die Körperwärme eines sich nähernden Besuchers angesprochen wird. Wenn er eine Gruppe von Personen entdeckt (mehrere Besucher innerhalb kurzer Zeit), so ändert er sein Verhalten von reinen Schaubewegungen dahingehend, daß er versucht, die Besucher mit seiner gepolsterten Nase anzustupsen. Er ist mit seinen beiden Augen auch überraschend sensibel für Lichtveränderungen. Im Frankenstein-Mythos erschafft der Mensch ein eigenes ganzheitliches Wesen, das ihn letztlich zerstört. Ich interessiere mich eher für die Erfahrung des Pygmalion, der eine Statue erschuf, so schön, daß er sich in sie verliebte. Die Götter gaben ihr Leben, einige sagen, als Lohn für ihn, andere sagen, aus Mitleid.

HW: Slim II
SW: Custom