Ars Electronica
 
 
 

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Prix1991
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
The Lift Project
Nola Farman


Nola Farman wurde in Westaustralien geboren und studierte Musik an der University of Western Australia. 1988 wurde sie zum Associate Professor h.c. am Ontario College of Art in Toronto ernannt. Derzeit bereitet sie sich auf den Master of Arts aus visueller Kunst an der University of Western Sydney (Nepean) vor. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen größeren Sammlungen vertreten, z.B. in der Art Gallery of Western Australia.

Der ,Lift' benützt einen eigenen Computer, der die komplexen mechanischen und visuellen Sequenzen steuert, die dem Stück zugrunde liegen. Das Programm ist in Maschinencode geschrieben und sichert eine perfekte Echtzeitsynchronisation zwischen den drei Projektoren, der Klanguntermalung, dem Öffnen und Schließen der Lifttüren sowie dem elektronischen Stockwerksanzeiger am Lift.

Eine Liftfahrt stellt normalerweise eine Art vorübergehende Abwesenheit von der Welt dar, eine Zwischenperiode, eine Pause, und genau in diese kurze Zeitspanne haben die Künstler eine Folge von Bildern eingebaut, die exakt orchestriert gewisse Grundängste und Spannungen hervorrufen. So werden jene vagen Zweifel und Unsicherheiten, die die meisten von uns bisweilen befallen, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt und deutlich gemacht. Der ,Lift' markiert eine Bruchstelle zur Realität. Er ist ein Ort des Aufbruchs, aber die Reise umfaßt nicht nur den physischen Aspekt des Aufstiegs oder Abstiegs, sondern auch eine psychologische Ortsveränderung.

Jeder Liftbenützer wird für seine Mitbenützer zum Darsteller, zum Performer. Jede Gruppe von Liftfahrern muß für sich die Fähigkeiten des Lifts kennenlernen und ihren möglichen Umgang damit festlegen. Der Soundtrack ist eine Spannungsquelle eigener Art, ebenso wie eine Anreicherung des Gefühls der ,Bedrängnis', das die Bilder vermitteln. Die Klänge wurden im Inneren von Aufzügen und in Aufzugsschächten aufgezeichnet.

Technischer Hintergrund

HW: 8085 Central Processing Unit
SW: Written in 8085 Assembler Language and "Hardwired" into ROM