Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Bigoudenn Migration
Eric Castaing, Alexandre Heboyan , Machine Molle , Fafah Togora


Der Kurzfilm Bigoudenn Migration entstand als Projekt der Animationsschule Les Gobelins zwischen März und Juli 2004. Für das Abschlussexamen gab es verschiedene Vorgaben seitens der Lehrer: maximal drei Hauptgestalten, einfacher Hintergrund, eine Minute und gewisse Minimalqualitäten der Animation.

Zu Beginn der Arbeit gab jedermann seine Vorschläge in einer Art Skizzenbox ab: Der Wächter im unzugänglichen Turm beobachtet die Evolution der Welt, der Tanz mit dem an den Teufel verkauften Schatten, die alte Hexe mit den langen Beinen, die die Bauern vor der Flut rettet, ein Familienspeisenwettbewerb …

Wir waren recht beeindruckt von der Welt der Grafik und 2D-Animationen, etwa vom Designuniversum Koji Morimotos, der Animation von Scherenschnittfiguren in AfterEffects, von Filmemachern wie Gondry, Cunningham oder Wong Kar Wai … Der Bruder von Eric Castaing, Alexandre Castaing, ist Musiker und Klangdesigner, was uns zusätzlich motivierte, dem Werk ein musikalisches wie emotionales Crescendo zu geben.

Nach vielem Brainstorming kamen wir dann auf den Gedanken der bretonischen (besser gesagt: bigoudennischen) Crèpes. Eine mysteriöse Folklore, witzige alte Mütterchen und eine elegante Handlung … Die ersten Arbeiten und das Storyboard entstanden in einer Art Ping-Pong-Effekt auch mit der Hilfe externer Profis wie Christophe Bourdelet von Bibo Film.

Natürlich hat sich bei der Produktion jeder auf irgendetwas spezialisiert: Fafah auf das Design und die Flash-Tests, Alexandre auf die Farben, aber alle Entscheidungen wurden von uns dreien gemeinsam getroffen.

Wir haben natürlich auch von anderen Werken gelernt, etwa vom Film Chinese Cooking oder von Aufnahmen von Gesten von Eric und seinem Hip-Hop-Freund. Auch die 3D-Produktion wurde aufgeteilt: Layout, Modelling und Animation erfolgten mit der Unterstützung eines Produktionsprofis wie Stefan Kosinsky.

Alle zwei Wochen wurden alle bisher geschnittenen Szenen gemeinsam begutachtet und mit der über Internet vom Musiker gesandten Musik montiert. Besonders wichtig waren die abschließenden Retuschen bei Licht, Schatten und Farben, die überwiegend von Alexandre in AfterEffects gemacht wurden.

Und jetzt geht jeder einen anderen Weg: Storyboarder, 2D- oder 3D-Animator, Tänzer … Aber wir hoffen, dass wir irgendwann wieder einmal einer gemeinsamen Inspiration folgen werden!