Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
condemned_bulbes: sound, light and architecture for the remanence of human presence
artificiel, Alexandre Burton , Jimmy Lakatos , Julien Roy


Das Projekt condemned_bulbes wurde von einigen Jahren von Alexandre Burton, Jimmy Lakatos und Julien Roy – auch bekannt als artificiel – ins Leben gerufen. Nach einer Anzahl von Wiederholungen (und einiger Hardware-Entwicklung) wurde das endgültige Setup in Form eines rechtwinkeligen Arrays von großen Glühbirnen gefunden, die einzeln über einen Computer angesteuert werden, was es erlaubt, komplexe und reiche klangliche Texturen aus reiner Elektrizität zu schaffen.

Das Ergebnis ist eine audiovisuelle Installation, in der Klang und Licht voneinander untrennbar sind – Dämpfung des Lichts verändert den Klang. Seltsamerweise sind die Glühbirnen bei voller Leistung (1000 Watt) fast still, erst wenn sie abgedimmt werden, erzeugen sie ihre lauteren Klänge.

condemned_bulbes eignet sich sowohl als Installation wie als Performance. Im Installations-Modus spielen die Lampen einen Zyklus vorab zusammengestellter Kompositionen. Die Installation ist relativ leise und vorwiegend akustisch (Kontaktmikrofone werden verwendet, um einige der Birnen zu verstärken, aber es findet keine Bearbeitung statt). Als Performance hingegen werden die Glühbirnen live (mit eigener Software) gespielt, wobei zahlreiche Formen von Signalbearbeitung zur Anreicherung, Umformung und Verzerrung des Klangs zum Einsatz kommen. Auch wenn es eine von Glühbirnen freie Zone gibt, die die Betrachtung des Objekts aus der Ferne erlaubt, so sind die Mitwirkenden doch eingeladen, näherzutreten und innerhalb der Installation umherzugehen.