Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Rayon Hula
Mike Cooper


Rayon Hula ist meine Hommage an den hawaiischen Cool Jazz-/Exotica-/Lounge-Musiker Arthur Lyman und an Ellery Chun, Schöpfer des Hawaii-Hemds.

Otto von Stroheim schreibt in seinem Covertext für die CD-Neuausgabe von Lymans 1959 entstandenem Album Hawaiian Sunset: „Arthur Lyman war das Bindeglied zwischen Pacific Rim Exotica und American Jazz.“ Es gibt einen Ausdruck – nahenahe –, der verwendet wird, um eine besondere Musikpräferenz der Hawaiianer zu beschreiben. Man könnte es grob mit „süß und langsam“ übersetzen, und genau diese Eigenschaft in Lymans Musik hat sie stets so authentisch hawaiisch gemacht. Im Artikel „Tropical Cool“ schreiben Jon Fitzgerald und Phillip Hayaward im Buch Widening The Horizon: „… seine Arbeit wurde selten – falls überhaupt – von lokalen Kritikern in der (überdauernden) Tradition der zeitgenössischen hawaiischen Musik auf den Inseln betrachtet. Seine ‚Unsichtbarkeit’ innerhalb der Lokalgeschichte wird auch dadurch unterstrichen, dass er in George Kanaheles 543-seitiger Enzyklopädie der hawaiischen Musik und Musiker nicht aufscheint.“ Als Kommentar zu seiner Verwendung von Vogelrufen und anderen „exotischen“ Sounds bei seinen Live-Auftritten wie bei Aufnahmen sagte Lyman, sie seien für ihn überhaupt nicht exotisch, sondern ganz „… natürlich, der Klang des Windes in den Palmen, die Vögel.“ Rayon Hula entstand aus Samples von einigen von Arthur Lymans Platten, die dekonstruiert, bearbeitet und neu zusammengesetzt sowie mit darübergelegter Steel-Gitarre und/oder Elektronik versehen wurden. Die Vogelgesänge sind Liveaufnahmen, die ich in Queensland, Australien, gemacht habe.