Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
The Mechanized Eccentric Series
Louis-Philippe Demers


Die Mechanized Eccentric-Serie bezieht sich auf ein Konzept von László Moholy-Nagy, bei dem die zentrale Stellung des menschlichen Körpers im traditionellen Theater letztlich aufgehoben und in eine mechanistische Wiedergabe und ein abstraktes Spiel mit Bühnenhandlung und Bewegung subsumiert wurde.

Die Bühne ist ein metaphorischer Raum, eine fiktive Umgebung, die wir mit Maschinen und kybernetischen Organismen zu bevölkern suchen, die evokative Verhaltensweisen verkörpern; sie ist ein immersiver surrealer Raum, in dem das Publikum gleichzeitig Beobachter und Beobachteter ist.

Auf der Bühne sind die Maschinen nicht als stille Kulissen eingesetzt, sondern werden in den Rang von Mitwirkenden erhoben. Wir wollen das Publikum mit einer Inszenierung dieser trägen Masse konfrontieren, die plötzlich sensibel und ausdrucksfähig wird und auf ein dramatisches Territorium der darstellenden Kunst vordringt, das (stillschweigend ausschließlich) den Menschen vorbehalten ist.

The Mechanized Eccentric Series ist eine Sammlung verschiedener Installationen und Performance, die gemeinsam ein großes Spektakel bilden. Die Serie umfasst: L’Assemblée: Ein Layout von 48 Robotern in einer Arena; Colonie 01: 8 Roboter und ein Zentralroboter als Kommentar zur Nano-Technologie; Colonie 02: 8 Roboter in Käfigen gefangen; Die Robotergestalten von Armageddon (einer Operette für Roboter) und einen 12-köpfigen Chor; und die beiden Hauptroboter von Le Procès. Jeder Roboter ist mit Lautsprecher(n), Licht(ern) und Bewegung(en) ausgestattet, die aus dem gesamten Umfeld eine weite umfassende Klanglandschaft machen; die Performance umfasst nämlich sechs Stimmen von Umweltklängen sowie eine ganze Anzahl (8 bis 32) unabhängiger Roboterklänge.