Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Robots
Blue Sky Studios, Chris Wedge


Wie sieht eigentlich ein Roboter aus? Wir haben unzählige mechanische Wesen in einer Vielzahl von Sciencefiction-Filmen und Fernsehshows, ja, sogar in Bühnenproduktionen gesehen. Manche davon waren bedrohlich, andere bloß einfach dumm. Aber für diesen neuen abendfüllenden computergenerierten Animationsfilm wollte Chris Wedge mechanische Wesen schaffen, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben.

Robots dreht sich um Rodney Copperbottom, den Wedge als einen Reisenden in die große Stadt sieht, wo er seinen Lebenstraum als großer Erfinder verwirklichen will. „Rodney ist ein Jedermann – besser gesagt, ein ‚Jedrobot’ —, mit dem sich jeder identifizieren kann“, sagt Chris Wedge. Rodneys Qualitäten als „Jedrobot“ werden auch im Ursprung der Formgebung der Gestalt ersichtlich: Sie basiert auf dem Außenbordmotor von Wedges Großvater, der dazu diente, ein kleines Fischerboot anzutreiben und dessen Design rein zweckorientiert ist. „Ich habe nie zuvor eine Gestalt von einem Motor abgeleitet“, sagt Chris Wedge, „aber dieser alte Motor mit seinen Dellen und Kratzern war wirklich inspirierend.“ Die Material-Gruppe von Blue Sky war federführend bei der Formung des Looks der Roboter. Michael Eringis, der Materials Supervisor für Robots, stellt fest: „Wir haben den Robotern einen physischen ‚Charakter’ gegeben, indem wir Details wie Rost, Lackabsplitterungen und Ölflecken eingebaut haben – all die kritischen Kleinigkeiten halt, die die Oberflächen von Robotern und einer mechanischen Welt ausmachen.“

Die revolutionäre hauseigene Technologie von Blue Sky half der Material-Gruppe und den Animatoren, diese Gestalten und ihre Welt zu schaffen. Der Ray-Tracing-Renderer, der bisher unerreichten Realismus in der Ausleuchtung zuließ, war nur eines dieser technologischen Wunder von Blue Sky. Das Unternehmen entwickelte auch ein Web-Interface, das den Designern erlaubte, verschiedene „Körper“-Teile der Roboter auszutauschen, sowie ein Werkzeug, das Roboter in Hintergrundszenen nach dem Zufallsprinzip generiert, was diesen durch diese „Roboterstatisten“ noch mehr Tiefe und Fülle verlieh.