Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
Interface #4 / TFT tennis V180
Dirk Eijsbouts


Interface #4 / TFT tennis V180 ist eine Videospiel-Installation. Die Installation selbst besteht aus Stahl, auf ihren vier Drehpunkten sind Sensoren angebracht, die Bewegungen feststellen und den Status bzw. die Position der Installation messen. Diese Sensoren geben ihren Output als unterschiedliche elektrische Spannung ab, die mittels eines Spannung-zu-Midi-Converters in den Computer eingelesen wird. Der letzte Schritt ist dann ein in Max/MSP geschriebenes Programm, das die Bilder auf beiden Schirmen ebenso generiert und steuert wie den Klang im Raum.

Die Installation muss von zwei Personen bedient werden. Natürlich wäre es möglich, auch allein zu spielen, aber dann braucht man eine wirklich gute Kondition, weil man zwischen den beiden Schirmen hin- und herlaufen muss. Beim Spielen muss man vor einem der beiden Bildschirme stehen und ihn mit den Händen ergreifen. Jetzt kann man ihn nach links und rechts bewegen und zur Seite wenden. Man bemerkt, dass die Arme der Installation beweglich sind, wenn ein Spieler die Position eines TFTSchirms verändert.

Die Rotation des Bildschirms bestimmt den Winkel des Balls nach seinem Auftreffen auf dem Schirm. Die Position des Arms und der Drehbewegung zwischen Arm und Bildschirm beeinflussen die Perspektive auf dem dreidimensionalen Feld, das jeder Spieler während des Spiels sieht. Letztlich geht es also darum, den eigenen Bildschirm wie ein Racket vor den sich annähernden dreidimensionalen Ball zu platzieren und diesen auf die andere Seite des Feldes zurückzuschlagen, indem man den Status des Balls mit Hilfe des TFTSchirms als Schläger ändert oder auch nicht.