Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


AUSZEICHNUNG
Yugop.com
Yugo Nakamura


Yugo Nakamura, der als einer der innovativsten Webdesigner der Welt gilt, ist bekannt für den Witz und die Komplexität der interaktiven Animationen, die er für seine persönlichen Websites gestaltet.

Als Yugo Nakamura 1999 die Version 2.0 seiner MONOcrafts-Site freigab, galt das in der Webdesign-Community als Sensation. Nakamura, einer der ersten Designer, der das damals neu entwickelte Flash 4 verwendete, hatte damit fließende, naturalistische Bilder gestaltet, die zeigten, welch leistungsstarkes kreatives Werkzeug Flash 4 zu sein vermochte.

MONOcrafts war das Ergebnis einer nahezu zehnjährigen, seit Nakamuras Entdeckung der digitalen Medien im Jahr 1990 andauernden Experimentiertätigkeit. Nakamura, geboren 1970 in Nara, der alten Hauptstadt Japans, hatte zunächst an der Universität Tokio Tiefbau und Landschaftsarchitektur studiert und war nach seinem Abschluss vier Jahre lang im Brückenbau tätig. Als Bauingenieur entwickelte er ein obsessives Interesse für die Beziehung zu seiner Umwelt. Seine Beschäftigung mit digitalen Medien wurde von dem Wunsch angestoßen, eine abstrakte Form dieser Beziehung herzustellen und Dinge von Hand zu machen. Ein wichtiger Einfluss kam von John Maeda, dem kreativen Techniker und Theoretiker, dessen Arbeit am MIT Media Lab der Verwandlung des Computers vom funktionalen Werkzeug zum kreativen Katalysator gewidmet war.

Mit MONOcrafts und den späteren, auf www.yugop.com und www.surface.yugop.com zu besichtigenden interaktiven Designprojekten versucht der heute in Tokyo arbeitende Nakamura auch, die exquisite Detailarbeit und Differenziertheit traditionellen japanischen Handwerks im Web zu replizieren. Technisch sind seine Arbeiten überaus anspruchsvoll, von der intellektuellen Strenge seiner früheren Ausbildung als Bauingenieur und Architekt getragen. Dem Benutzer aber erscheinen Nakamuras Bildwerke dank eines eleganten Naturalismus und trockenen Humors einnehmend spielerisch.

(Aus: www.designmuseum.org)