Ars Electronica
 
 
 

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Prix2005
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
Ars Electronica Linz & ORF Oberösterreich
 


ANERKENNUNG
decoy
Rainer Mandl


Daten mögen zwar mittels Internet global verfügbar sein, gespeichert sind sie jedoch immer an einem bestimmbaren geografischen Ort. Räumlich fassbar bleibt zumeist nur der Endknoten des jeweiligen Netzes: die LANSteckdose, das Modem, das Handy, etc.

Abgesehen von Kabelverbindungen liegt über Siedlungsräumen ein dichtes Netz von Funkknoten und –verbindungen – sich überlappende Datenblasen mit dem Radius der jeweiligen Reichweite. Ziel von decoy ist es, in diesem unsichtbaren lokalen Datenraum bestimmte Punkte zu markieren, die selber wieder den urbanen Realraum referenzieren.

Hierfür werden Bluetooth-Server mit einer Reichweite von ca. 10 Metern im öffentlichen Raum aufgestellt, die mit vorüberziehenden Geräten (und damit auch mit deren BenutzerInnen) kommunizieren. Mit Handys, Laptops oder PDAs wird automatisch Verbindung aufgenommen und (so die BenutzerIn das will) ein Bild verschickt.

Es handelt sich bei decoy also um eine Form von unsichtbarem Poster, Graffiti oder auch um Wegweiser, die sich erst durch das Handy in der Tasche manifestieren.