Ars Electronica
 
 
 

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Prix1988
Prix 1987 - 2007

 
 
Veranstalter:
ORF Oberösterreich
 


AUSZEICHNUNG
Fire
Andy Kopra


"Fire" von Andy Kopra stellt eine für damalige Verhältnisse perfekte technische Realisierung von räumlichen und farblichen dreidimensionalen Objekten dar.

Die Graphikabteilung von Symbolics entwirft, produziert und stellt Farbgraphiksysteme für Anwendungen im Bereich des Image Processing, der Animation und der TV- und Filmproduktion und Post-Production her. Die Animationsprodukte des Unternehmens werden auch häufig für Modellier- und Animationsaufgaben der Luftfahrtindustrie, von Regierungen, Universitäten und zahlreichen anderen industriellen Anwendern eingesetzt. Die Produktlinie "SCOPE" dient diesem Bereich der Bildverarbeitung und des Bildverständnisses.

Die Software-Produkte sind modular und bestehen aus 3D-Modeling-, Rendering-, Paint- und Animationsprogrammen, die auf Rechnern der Symbolics 3600-Serie laufen und in die Symbolics Common LISP Programmiersprache implementiert sind. Das Unternehmen entwickelt und produziert auch lieber eigene Hardware zur Unterstützung der Funktionalität der Software, als sich auf Drittquellen oder allgemeine Industrieangebote zu verlassen. Symbolics ist ein Pionier in der Entwicklung von Computern zur Anwendung der Künstlichen Intelligenz (KI), wobei die 3600-Serie bereits 1982 eingeführt wurde. Symbolics Inc. wird im NASDAQ National Market System (SMBX) gehandelt.

Das Bild "Fire" wurde mit Hilfe des Symbolics Animations- und des Paint-Systems produziert, Systemen, die dreidimensionale Objekte und Bilder während des Rendering und für Hintergrundanwendung erzeugen. Die Oberflächeneffekte der Objekte im Bild wurden mit Reflectance- und Bump-Mapping-Techniken dargestellt. Der Hintergrund entstand durch Einspielung eines weißen Rauschens im Frequenzfeld und anschließende Einfärbung. Autoren der Software: Kevin Hunter, Larry Malone, Bob Coyne, Craig Reynolds und Dave Dyer.

Ein entscheidender Aspekt bei der Bildsynthese mittels Computer ist die erhöhte Beteiligung des Mediums als Partner des Künstlers. Durch die vom Computer ermöglichte strukturelle Kontrolle kann ein weiterer Bereich visueller Möglichkeiten erforscht werden. Durch zunehmende Automatisierung dieser Erforschung (durch Programmierung oder ähnliche Konstruktionen) werden Entscheidungen, die der Künstler normalerweise alleine trifft, zwischen ihm und der Maschine aufgeteilt. So können jene Einschränkungen durchbrochen werden, die aus der kulturellen Konditionierung des Künstlers und aus seinem persönlichen Geschmack kommen. Paradoxerweise bereichern die so produzierten Bilder die private Sensibilität des Künstlers und erweitern somit die visuelle Tradition, innerhalb deren der Künstler arbeitet.